9. Juni: Archivtag 2017

Das Archiv für Frauen-, Geschlechter-, und Sozialgeschichte lädt zu Archivführungen ein.

Jeweils um 14 und um 16 Uhr an der Florastrasse 6, St.Gallen

Ricordi e Stima

Fotografie und Oral History zur italienischen Migration nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre in der Schweiz

Ausstellung im Stadtmuseum Rapperswil-Jona

27. April bis 25. Juni 2017

Vernissage Mittwoch, 26. April, 19.00 Uhr

Flyer

«Die Eurokrise verstehen»
Kurs mit Mascha Madörin

7.4./8.4. und 28.4/29.4 2017

im Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte

Mascha Madörin vermittelt im Kurs makroökonomische Zusammenhänge und stellt sie in einen Zusammenhang mit feministischen Fragestellungen. Sie referiert neuere kritische ökonomische Sichten und feministische Analysen. Mascha Madörin fragt nach den demokratischen Strukturen innerhalb der EURO-Institutionen.

Siehe Kursausschreibung

Internationaler Frauentag

Mittwoch, 8. März 2017

Raum für Literatur, Hauptpost, St. Leonhardstr. 40, 3. Stock

Ab 18.30 Uhr: Orientalisches Buffet von Najwa Garhé

19.30 Uhr: Quer denken – Mascha Madörin im Gespräch mit Annegret Wigger über ihr Leben und Werk: Antikolonialismus, Südafrika-Solidarität, Kritik am Schweizer Finanzplatz, feministische Wirtschaftstheorie und Care-Ökonomie

«Komitee 8. März»: Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz, Politische Frauengruppe PFG St.Gallen, Wyborada Frauenbibliothek und Fonothek

Ursula Affolter liest anlässlich des Holocaust Gedenktages

«Adressat Unbekannt»
von Kathrine Kressmann Taylor

27. Januar 2017, 19 Uhr

Frauenarchiv, Florastrasse 6, 9000 St.Gallen

Grazie a voi.
Ricordi e Stima. Fotografien zur italienischen Migration in der Schweiz.

Vernissage: 3. Februar 2017, 19 Uhr, Casa d’Italia Zürich

Details

Das Buch «Grazie a voi» erzählt mit Fotografien und Texten die Geschichte der Italienerinnen und Italiener in der Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre.

Mit den Fotos tauchen wir ein in das Leben in Italien vor der Migration, bei der Arbeit auf dem Bau, beim Radrennfahren, auf der Piazza oder in den Kampf um die Landreform in Sizilien. In der Schweiz sehen wir die beschwerliche Arbeit auf den Baustellen, die Arbeit in der Fabrik, doch am Sonntag gehen die Italienerinnen und Italiener elegant gekleidet spazieren. Mittels der Fotografien sehen wir das Engagement der Italienerinnen und Italiener in der Migration: von den politischen Aktivitäten, zu Festen, private wie öffentliche, wie auch in die vielfältige Vereinstätigkeit. Wir blicken in prekäre Wohnverhältnisse und sehen die Selbstorganisation der italienischen Gemeinschaft, wie eigene Schulen und Kindertagesstätten, das Kulturleben und Freizeitaktivitäten, wobei letztere sich nicht gross von denen der Schweizerinnen und Schweizer unterscheiden.

Es ist eine Parallelwelt, die wir hier sehen, die die schweizerische Öffentlichkeit kaum wahrgenommen hat. Die Italienerinnen und Italiener schufen sich eine eigene Welt und veränderten von dort aus sich und die Schweiz.

Das Buch erscheint im Limmat Verlag mit 240 Seiten und 358 Fotografien.

Grazie a voi

Das Buch zur Ausstellung «Ricordi e stima – Fotografien zur italienischen Migration in der schweiz»

Vernissage: 16. Dezember, 18 Uhr, Raum für Literatur

Details

Von Integration sprach niemand, als die Italienerinnen und Italiener während des Nachkriegsaufschwungs in die Schweiz kamen, die Schweiz erwartete von ihnen Assimilation. Dabei sahen sie sich mit einer erheblichen Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Als Antwort auf die geschlossene schweizerische Gesellschaft gründeten sie ihre eigenen Vereine für Sport und Freizeit, organisierten kulturelle Anlässe sowie Feste und eröffneten eigene Schulen und Kindertagesstätten. Sie schufen sich ihre eigene Welt und veränderten von dort aus sich und die Schweiz.

«GRAZIE A VOI.» zeigt Fotografien aus dem Leben dieser italienischen Migranten, und zwar ihre eigenen Bilder: Fotografien von Familien und Einzelpersonen und von Fotografen, die an offiziellen Anlässen und Festen der italienischen Gemeinschaft aufgenommen wurden. Sie

erzählen von Alltag und Familie, Bildung und Politik, von Freizeit, ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen, Feiern und Eleganz.

Das Buch zeigt so in vorwiegend privaten, manchmal intimen Bildern ein Kapitel italienischer Migration in der Schweiz und ist darin gleichzeitig ein politisches Lehrstück.

Zur «Aktion Rotes Herz» laden das Archiv und ehemalige Aktivisten, die den Abend gestalten, alle herzlich ein.

Montag, 12. September, um 19.30, im Raum für Literatur, Hauptpost, St. Leonhardstrasse 40, 3. Stock.

Download Flyer (PDF)

Vernissage zum Neujahrsblatt «Aufbruch, Soziale Bewegungen in der Ostschweiz»

mit Podium zu den Sozialen Bewegungen mit Vertretern dreier Generationen: Arne Engeli, ehemaliger Leiter der Bildungsstätte Wartensee, Esther Meier, Historikerin der neuen Generation, Michael Walther, Journalist und Aktivist gegen den Waffenplatz Neuchlen-Anschwilen und der Soziologe Patrick Ziltener. Moderation Marina Widmer

31. August um 19.30
Raum für Literatur, St.Leonhardstrasse 40, 3. Stock

Details

Der Schwerpunkt des Neujahrsblattes des Historischen Vereins des Kantons St.Gallen sind dieses Jahr die Neuen Sozialen Bewegungen.

Das Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz ist verantwortlich für die Idee, Konzept und Redaktion.

Folgende Autorinnen und Autoren haben zu den Sozialen Bewegungen geschrieben: Iris Blum, Rea Brändle, Richard Butz, Bettina Dyttrich, Marcel Elsener, Arne Engeli, Pius Frey, René Hornung, Christian Huber, Johannes Huber, Ralph Hug, Andreas Kneubühler, Max Lemmenmeier, Esther Meier, Harry Rosenbaum, Wolfi Steiger, Kaspar Surber, Ruedi Tobler, Michael Walther, Heinrich Zwicky, Patrick Ziltener.

Das Neujahrsblatt «Aufbruch, Neue Soziale Bewegungen in der Ostschweiz» beginnt mit der 68er-Bewegung bzw. mit dem Aufbruch in St. Gallen. Gleich zwei grosse Skandale, zeigen den Bruch mit den bürgerlich-kulturellen Werten. Der Skandal an der Kantonsschule St. Gallen mit dem darauf folgenden Protest Aktion Rotes Herz, der schweizweit zur Kenntnis genommen wird, zeigt deutlich wie weit auseinander die Moralvorstellungen klaffen. Schlägt 1969 die Aktion Rotes Herz hohe Wellen und ruft ein nationales Echo hervor, so tut dies anfangs der 1970er Jahre die Zeitung Roter Gallus. Der Konflikt wird sogar in Übersee, in New York, wahrgenommen. Das im Roten Gallus abgedruckte Borchert-Zitat «Dann gibt’s nur eins: Sag Nein!» führt zur Anklage wegen Aufruf zu militärischem Ungehorsam. In den 1970er Jahren werden neue Lebens- und Aktionsformen erprobt. Es entbrennt der Kampf um autonome Jugendhäuser und kulturelle Räumen. Die Friedens- und Anti-AKW-Bewegungen bringen Tausende in Bewegung und auf die Strasse. Homosexuelle kämpfen um ihre Rechte. Häuser werden besetzt. Die Sozialen Bewegungen wirken auf bestehende Strukturen am Beispiel des Tagungszentrums Wartensee. Die Internationalen Solidaritäts- und die Asylbewegungen entstehen. Die grüne Bewegung kommt. Und im Widerstand gegen den Waffenplatz Neuchen-Anschwilen werden die vielfältigsten Aktionsformen bis zur Initiative eingesetzt.

Anfänge des Entwicklungsdiskurses in Ghana

Referat von Erika Eichholzer

Freitag, 5. Februar 2016, 19 Uhr

Frauenarchiv, Florastrasse 6, St.Gallen

Der Beginn der sog. Entwicklungsepoche wird i.d.R. auf die späten 1940er Jahre gelegt, doch im Fall von Ghana waren es Basler MissionarInnen, die bereits im 19. Jahrhundert eine Art Vorgänger-Entwicklungsdiskurs etablierten. Zur Illustration desselben werden im Vortrag Twi-Texte aus dem Christian Messenger präsentiert.

Politische Gruppen nach 1968 in St.Gallen:
Basisgruppe, Inform und Schwertgasse 3

Referat und Diskussion mit Harry Rosenbaum

Montag, 8. Februar 2016, 20 Uhr

Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte, Florastrasse 6, St.Gallen

Ricordi e stima

Fotografie und Oral History zur italienischen Migration nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre in der Schweiz

Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen

5. März bis 31. Mai 2016

www.ricordi-e-stima.ch

«Die von Gurs – Kunst aus dem Internierungslager
der Sammlung Elsbeth Kasser».

Kunstausstellung

Museum im Lagerhaus, St.Gallen
26. Januar bis 10. April 2016

Vernissage am 25. Januar 2016 um 18.30 Uhr
Begleitprogramm (PDF)

Die vergessenen Frauen der Schweizer Kinderhilfe in Südfrankreich am Beispiel von Elsbeth Kasser.

Referat: Theres Schmid-Ackeret

Theologin, Pfarrerin, Winterthur. Seit 1990 Beschäftigung mit Elsbeth Kasser, Biografie und Nachlass

Mittwoch, 27. Januar 2016, 19 Uhr

Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte, Florastrasse 6, St.Gallen

Zur Entstehungsgeschichte
der Grünen in St.Gallen

Vortrag und Diskussion mit Patrick Ziltener

Montag 7. Dezember um 19 Uhr

Frauenarchiv, Florastrasse 6, St.Gallen

Gerade nach der jüngsten Wahlniederlage der St.Galler Grünen ist ein Blick in die Vergangenheit angebracht: Wann und wie sind die Grünen in St.Gallen entstanden? Der Vortrag beleuchtet ihre Genealogie, ihre Identität und Selbstdarstellung in den 1980er Jahren sowie die Themen, die sie damals an- und umtrieben. Sie sahen sich «als Teil einer breiten internationalen Überlebensbewegung» und engagierten sich gegen überrissene Infrastrukturprojekte, den Mobilitäts- und Wachstumswahn mit seinen ökologischen und sozialen Konsequenzen, sowie die atomare Aufrüstung in Europa im Kontext des Kalten Krieges kurz vor dessen Ende. Organisationsaufbau und programmatische Einheitlichkeit standen nicht im Vordergrund, sondern Verständigungsprozesse in der Vorbereitung politischer Aktionen, die die Öffentlichkeit aufrütteln sollten, und ein anderer Umgang miteinander, in Vorwegnahme einer friedlicheren, gerechteren und umweltschonenden Gesellschaft. In der anschliessenden Diskussion treffen sich damals Beteiligte und heutige AktivistInnen für einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung ist für alle Interessierte offen.

«Gegen Giftgas und Krieg»
Frauen zur Zeit des 1. Weltkrieges für Frieden und Soziale Gerechtigkeit

Veranstaltungsreihe im Raum für Literatur

5. November 2015, 19 Uhr

Die Vorläuferinnen
Catharina Sturzenegger, 1854–1929, Referat Karin Weber
Bertha von Suttner, 1843–1914, Referat Marina Widmer

11. November 2015, 19 Uhr

Clara Ragaz, 1874–1957, Referat Heidi Witzig

18. November 2015, 19 Uhr

Gertrud Woker, 1878–1968, Referat Ruedi Tobler,
Lesung aus Texten von Gertrud Woker, Ursula Affolter

26. November 2015, 19 Uhr

Käthe Kollwitz, 1867–1945, Referat Monika Jagfeld

Flyer (PDF)

Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte, Schweiz. Friedensrat, Frauenbibliothek Wyborada, IG Frau und Museum, Politische Frauengruppe St.Gallen, Friedenswoche St.Gallen

Wir danken für die finanzielle Unterstützung der Fachstelle Kultur der Stadt St.Gallen, dem Amt für Kultur des Kantons St.Gallen und der Migros Ostschweiz

Soziale Bewegungen in der Ostschweiz

Wissenschaftliche Tagung des Historischen Vereins des Kantons St.Gallen

Samstag, 7. November 2015, 9.00–12.00 Uhr

Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen Museumstrasse 50

Das Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz lädt zusammen mit dem Historischen Verein des Kantons St.Gallen zur Wissenschaftlichen Tagung zum Thema Soziale Bewegungen ein.

Die Tagung gibt Einblick ins nächste Neujahrsblatt des Historischen Vereins des Kantons St.Gallen, das dem Thema Soziale Bewegungen gewidmet ist. Nicht nur weltweit und in grossen Städten, sondern auch lokal und in den Regionen sind Soziale Bewegungen entstanden. Es soll die Erinnerung wachgerufen werden an die Neuen Sozialen Bewegungen, die nach 1968 auch im Kanton St.Gallen aktiv waren. Mit alternativen Lebensformen, neuen Themen und spektakulären Aktionen begannen sie, Einfluss zu nehmen, um so einen gesellschaftlichen Wandel einzuleiten.

Programm

Nach jedem Referat wird zur Diskussion eingeladen.

Lesung mit Marianne Degginger

Mittwoch, 30. September 19 Uhr, Frauenarchiv

Marianne Degginger (*1932) ist als Tochter einer jüdischen Mutter in einem kleinen Dorf bei Berlin aufgewachsen und hat in Deutschland den Zweiten Weltkrieg überlebt. Seit fünfzig Jahren lebt sie in St.Gallen. Letztes Jahr ist ein Buch mit ihren Kindheitserinnerungen erschienen.

Wikipedia-Atelier

Samstag, 31. Oktober 2015, 10 bis 16 Uhr, Frauenarchiv

Willkommen sind alle Frauen, die einfach eine Einführung wünschen oder dann bereits Artikel rund ums Thema «Frauen» in der Wikipedia veröffentlichen wollen.

Flyer (PDF)

Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2015

Lesung um 19 Uhr im Frauenarchiv, Florastrasse 6, St.Gallen

Ursula Affolter liest aus den Tagebüchern von Kurt Bigler und der Schweizer Krankenschwester Friedel Bohny-Reiter. Kurt Bigler war in den Lagern Gur und Rivesaltes interniert. Friedel Bohny-Reiter beschreibt ihre Arbeit im südfranzösischen Internierungslager Rivesaltes. Jacqueline Veuves Dokumentarfilm über Friedel Bohny-Reiter «Journal de Rivesaltes 1941–1942» wird Februar im Kinok gezeigt.

Widerspenstig – zur Sterilisation gedrängt

17. September 2014, 19 Uhr, Frauenarchiv, Florastrasse 6, St.Gallen

Lesung und Gespräch mit Jolanda Spirig und Bernadette Gächter

Bernadette Gächter wuchs als Pflegekind in einer frommen Familie auf. Sie sollte auf den rechten Weg gebracht werden, nicht der leiblichen Mutter nachschlagen, die als «haltlose und triebhafte Psychopathin» abgestempelt worden war. Mit zweifelhaften Gutachten holten Ärzte und Psychiater die schwangere 18-jährige Büroangestellte ein, verglichen sie mit ihrer Mutter und drängten sie 1972 im Kanton St.Gallen zu Abtreibung und Sterilisation. Der «Heimkarriere» ihrer Mutter entging die Tochter nur knapp. Den harten Kopf hat sie von ihr geerbt. Er hat ihr nicht nur bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichte geholfen. Er nützt ihr auch beim politischen Kampf um Wiedergutmachung. Die Trägerin des Prix Courage verleiht jenen Zwangssterilisierten ein Gesicht, die sich aus Scham nicht an die Öffentlichkeit wagen.

Jolanda Spirig hielt Bernadette Gächters Erlebnisse in zahlreichen Interviews fest, las sich durch Aktenberge, hakte nach, befragte Angehörige, Sachverständige, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Entstanden ist eine spannende Geschichte über Vorurteile, Doppelmoral, Überforderung und Anmassung.

Jolanda Spirig: Widerspenstig – zur Sterilisation gedrängt. Die Geschichte eines Pflegekindes, Chronos Verlag, Zürich, 2006

Zeitgeschichte – Frauengeschichten

Donnerstag, 26. Juni 2014 im Frauenpavillon

19.00 Uhr Türöffnung, mit Imbiss
19.30 Uhr Veranstaltung
offen für alle

Wer weiss, vielleicht haben sich die Frauen im Pavillon gestärkt …

Zeitgeschichte und Frauengeschichten haben einen kausalen Zusammenhang. Wir illustrieren dies mit spannenden Frauenporträts um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts.
Einleitung: Heidi Witzig.

Es laden ein die IG Frau und Museum und das Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz.

«Meine Seele hat kein Geschlecht»

Freitag, 20. Juni 2014, 19 Uhr

Raum für Literatur in der Hauptpost, St.-Leonhard-Strasse 40, St.Gallen

Lesung und Gespräch mit Hildegard Elisabeth Keller zu Werk und Biographie von Alfonsina Storni

Alfonsina Storni

Das Lied «Alfonsina y el mar» ging mit Mercedes Sosa um die Welt. Alfonsina Storni, 1892–1938, im Tessin geboren und mit den Eltern nach Argentinien ausgewandert, gehört zu den führenden Autorinnen des Postmodernismo in Lateinamerika. Sie war Journalistin, Kolumnistin und Lyrikerin. Als Avantgarde-Künstlerin schrieb sie kämpferisch, leicht und mit unnachahmlicher Ironie über die Geschlechterverhältnisse. 1922 wurde ihr der Premio Nacional (Argentinischer Staatspreis für Literatur) verliehen.

Hildegard Elisabeth Keller

Zum 75. Todestag von Alfonsina Storni brachte Hildegard E. Keller 2013 das Buch Meine Seele hat kein Geschlecht heraus. Hildegard E. Keller ist Professorin für deutsche Literatur an den Universitäten Bloomington Indiana/USA und Zürich sowie Jurorin beim Bachmann-Preis ORF/3SAT und ist bekannt als Kritikerin beim Literaturclub SRF.

«Alfonsina»

Dokumentarfilm von Christoph Kühn im Kinok, Cinema in der Lokremise
22.06. 20.00 Uhr
28.06. 16.00 Uhr

Alle Veranstaltungen in Kooperation des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte Ostschweiz mit dem Centro Socio-Culturale San Gallo, mit der Frauenbibliothek Wyborada und mit dem Kinok.

Wir organisierten zusammen mit der
Erfreulichen Universität Palace eine Veranstaltungsreihe im Mai zum 1. Weltkrieg:

Dienstag 13. Mai, 20.15 Uhr, Palace St.Gallen

«Emanzipation und Regression in Europa vor 1914»

Andreas Stadelmann, Historiker, Pädagogische Hochschule Bern

Wenn die Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg, diesen ersten grossen Zivilisationsbruch des 20. Jahrhunderts, mehr sein wollen als ein allgemeines Raunen von Gewalt und Zerstörung, ist ein genauer Blick auf die grossen und widersprüchlichen Umwälzungen vor 1914 von entscheidender Bedeutung. Der Berner Historiker mit St.Galler Wurzeln Andreas Stadelmann entwirft in seinem Vortrag ein kulturgeschichtliches Panoptikum, worin das europäische Fortschrittsmodell exemplarisch in seinen emanzipatorischen und regressiven Tendenzen zu besichtigen ist.

Donnerstag, 22. Mai, 20.15 Uhr, Palace St.Gallen

«Nie wieder Krieg? Ambivalente Darstellungen in den ‹pazifistischen› Romanen von Ludwig Renn und Erich Maria Remarque»

Jan Süselbeck, Literaturwissenschaftler, Universität Marburg

Ludwig Renn war Offizier im Ersten Weltkrieg, KPD Mitglied, Spanienkämpfer, DDR-Funktionär und schrieb 1928 einen wichtigen Antikriegsroman. Der Marburger Literaturwissenschaftler Jan Süselbeck vergleicht ihn mit dem ungleich berühmteren Antikriegs Roman «Im Westen nichts Neues» von Erich Maria Remarque. Er analysiert dabei die grundsätzliche Ambivalenz von Gewaltdarstellungen, die nicht selten unter einem kritischen Mäntelchen in eine tatsächliche Gewaltverherrlichung umschlagen können.

Dienstag, 27. Mai, 20.15 Uhr, Palace St.Gallen

«Die so genannte Heimatfront – Frauen in der Schweiz
während des 1. Weltkriegs»

Heidi Witzig Dr. phil. Historikerin, 1944, Winterthur

Wie in allen grossen Städten organisierten sich auch in St.Gallen sofort nach Kriegsausbruch sozial engagierte Frauen aus der gebildeten Mittelschicht, um sowohl die einrückenden Soldaten wie auch deren Angehörige zu unterstützen. Wie prägte die Kriegssituation jedoch den Alltag und das Engagement der Frauen aus der Oberschicht? Und wie reagierten armutsund hungerbetroffene Frauen auf ihre Lage? Die Winterthurer Historikerin Heidi Witzig gibt einen Überblick, der zu Diskussionen um die Bedingungen des heutigen Engagements anregen soll.

Lesung und Diskussion
mit Isolde Schaad

23. April 2014, 19 Uhr

im Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte
Florastrasse 6, St.Gallen

MACHT UND GESCHLECHT
VERANSTALTUNGSREIHE IM NOVEMBER 2013

12. Nov. 2013

Von stark bewegt bis stillgelegt Frauen und Männer in sozialen Bewegungen von 1848 bis 1968, Ref. Elisabeth Joris, Historikerin

19. Nov. 2013

Matrilinearität in der Moderne am Beispiel der Akan (Ghana)
Ref. Erika Eicholzer, Afrikanistin

29. Nov. 2013

Gedanken zu queer-feministischen Bündnispolitiken
Ref. Yv Eveline Nay, Soziologin

Flyer (PDF)